Mittwoch, 27. Dezember 2017
in geheimer Mission
27.12.
Die Distanz zwischen Guyana und Franz. Guyana bringt einen Seetag mit sich. Wir legen werden knapp 700 km zurücklegen. Das ehemalige Niederländisch Guayana -heute Surinam- lassen wir rechts liegen. Dessen historische Hauptstadt Paramaribo gilt als Welterbe.
Das kann wohl Weltkulturerbe oder Weltnaturerbe sein, beides ist ein Welterbe, wobei Französisch Guyana zur EU gehört, Surinam hingegen nicht.
Ich habe keine Ahnung, ob Surinam für uns Touristen eine gute Alternative gewesen wäre, statt in Guyana. In Beschreibungen schneidet das Land mit 80% Regenwald nicht schlecht ab.
Wind, Regenschauer und ein bisschen Sonne begleiten uns. Im Laufe der Tages gewöhne ich mich an die Wellen. Den torkelnden Gang sieht man auch bei anderen.
Müde macht mich die Schaukelei. Um 10 schlafe ich ein und um 15 Uhr schon wieder.
Um 16.30 bin „geheim“ unterwegs. Mittags lud mich der Kreuzfahrtdirektor zur Besichtigung der Brücke ein, aber ich solle es nicht weitersagen.
Treffen vor der Weinstube. Da stehen dann so an die 20 Leute, von Hinz bis Kunz und ich. Jeder, der hier sonst noch so herumsitzt, sieht natürlich die geheime Truppe hinter dem Kreuzfahrtdirektor herlaufen. Offenbar muss man hier immer wieder vorstellig werden und seine Wissbegier zeigen, damit man vielleicht irgendwann eine Einladung bekommt. Ein Ehepaar zB hat sich schon seit Anfang Dezember bemüht, sagen sie jedenfalls. Auf anderen Schiffen sind Brückenbesichtigungen ins Programm eingewebt, hier offenbar nicht.
Wie ich zu der Ehre komme, weiß ich nicht, vielleicht weil ich die unappetitlichen Füße meiner Mitreisenden auf den Sitzmöbeln reklamiert habe. Andererseits bekomme ich mit, wie später auf einem Deck gedruckte Zettel verteilt werden mit Einladungen auf die Brücke. Also so etwas Besonderes scheint es nicht zu sein.
Interessant ist die Führung schon. Am meisten wundert mich natürlich, dass das alles scheinbar wie von Geisterhand gesteuert alleine läuft, und ein paar Herren ab und zu nur mit dem Fernglas auf den Horizont schauen. Nun ja, es kann sicherlich auch ganz anders zugehen auf so einer Brücke.
Oben schaut es modern aus, unten eher ein wenig so, wie ich es aus der Funkerei meines Bruders kenne.
Abonnieren
Kommentare zum Post (Atom)
-
14.12.17 Spanish Town/Virgin Gorda Virgin Gorda ist die drittgrößte der British Virgin Islands und Spanish Town die Hauptstadt. Ihren Na...
-
21. Januar letzter Tag in Lima Ab 11.00 durchstöbern wir den Inkamarkt nach Souvenirs, das denken wir zumindest. Vor dem eigent...
-
20. Januar Miraflores Unsere Lähmung wegen des Papstbesuches hält an. Die Stadt werden wir nicht erkunden, und die großen Museen mü...
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen