Heute beginnt Abschnitt 3 und damit der letzte Teil meiner Schiffsreise. Neue Gäste kommen an Bord, sehr viele verlassen das Schiff.
Um kurz nach 8 laufe ich zum Fischmarkt.
Auf den Fußwegen ist noch nicht ganz so viel los. Da habe ich mehr Ruhe, mir die Fassaden anzuschauen.
In der Halle gibt noch eine ganze Menge zu sehen, aber zwei Stunden früher wäre es wahrscheinlich besser gewesen. Die meisten Fische sind mir leider unbekannt. Kein Wunder, denn es sind etwa 2200 Arten bekannt und katalogisiert. Viele davon sind kaum erforscht.
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| bergeweise werden Fische angeboten |
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| der Piramutaba /Silberspatelwels) hat viele kleine und große Bartantennen |
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| Kieferantennen am Kopf gehen nach vorne, je ein Paar seitlich am Kinn reichen bis zum Schwanz |
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| der Silberspatelwels hat keine Schuppen, sondern eine strapazierfähige Haut |
Der Piramutaba (Silberspatelwels) zB. ist ein ziemlich großer Raubfisch mit einem interessanten Leben.
Er schwimmt jedes Jahr vom Amzonasdelta bis zum Oberlauf gegen den Strom. Dort legt er seine Eier ab. Diese Strecke entspricht 3000 bis 3500 km! Die Larven werden wieder ins Delta gespült, wo sie sich die ersten 2 Lebensjahre aufhalten und kräftig wachsen. Mit 3 Jahren wird er dann zum ersten Mal den Amazonas hinaufzuziehen, um zu laichen.
Als einziger aus der Gruppe der Welse tritt er auch in großen Schwärmen auf. Zu Tausenden könne man ihn im Solimõesbecken fangen. Dann ist es vielleicht ja auch nur noch eine Frage der Zeit, bis man ihn ausgerottet hat, wenn das so einfach ist.
Er besitzt keine Schuppen, sondern eine dicke Haut, wird im Schnitt 80cm lang. Aber auch 150cm und bis zu 20kg kommen vor. Er frißt kleinere Fische, seltener auch sonstiges wirbelloses Kleingetier.
Sein Fleisch soll sehr gut schmecken, sei im In- und Ausland sehr begehrt.
Die Fotos zeigen nur eine kleine Auswahl.
Verschiedene Krabben, eingesalzen und getrocknet, werden haufenweise angeboten.
Gemüse, Obst, fette Wurst und Speck kann man auch frühmorgens schon kaufen.
Gelesen habe ich von geheimnisvollen Amuletten, besonderen Heilkräutern, Heilwurzeln, Schlangenhäuten, Jakaré- Zähnen, Amuletten mit geheimnisvollen Kräften.
Geschäfte mit Zaubersachen, wunderschönen religiösen Gegenständen für die afro- brasilianischen Umbanda- Rituale soll es hier geben. Ich muss wohl noch weiter suchen.
Geschäfte mit Zaubersachen, wunderschönen religiösen Gegenständen für die afro- brasilianischen Umbanda- Rituale soll es hier geben. Ich muss wohl noch weiter suchen.
Ein paar Leute verkaufen Fische draußen bei den Booten.
Dieser Silberreiher stellt sich in Pose,
der zeigt sein schönes Gefieder,
und hier wartet man geduldig auf Fischabfälle.
Diese Katze scheint den Laden zu bewachen.
Ich muss leider zum Schiff zurück, habe immer noch keine brasilianischen Real und vor allem vergessen, Wasser mitzunehmen.
der zeigt sein schönes Gefieder,
und hier wartet man geduldig auf Fischabfälle.
Diese Katze scheint den Laden zu bewachen.
Ich muss leider zum Schiff zurück, habe immer noch keine brasilianischen Real und vor allem vergessen, Wasser mitzunehmen.
Dank Wifi beim Hafen erfahre ich, dass Rita in São Paulo festsitzt und mit 12 Stunden Verspätung hofft, um Mitternacht hier zu sein.
Bei den Docks hat man Lagerhallen zu Erlebniszentren umgebaut. Estação das Docas nennt sich das Ganze jetzt und ist durch Restaurants, Bars, Cafés und Geschäfte mit Leben erfüllt. Man kann dort problemlos abends etwas essen und herumspazieren, wovon in der Innenstadt eher abgeraten wird.
Bei den Docks hat man Lagerhallen zu Erlebniszentren umgebaut. Estação das Docas nennt sich das Ganze jetzt und ist durch Restaurants, Bars, Cafés und Geschäfte mit Leben erfüllt. Man kann dort problemlos abends etwas essen und herumspazieren, wovon in der Innenstadt eher abgeraten wird.
Bereits völlig durchgeschwitzt marschiere ich wieder los. Besser gesagt, ich schleiche leicht humpelnd. Mein Fuß ist nach fast 4 Wochen leider immer noch nicht in Ordnung.
Wege sind lang hier, und erst irgendwann am 2.Tag wird ein Shuttlebus zum Hafen eingesetzt. Der hat mir dann auch nichts mehr genützt.
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| ich liebe Spiegelungen |
Bis zum berühmten neoklassizistischen Teatro da Paz (1668-78) schaffe ich es, nur nicht hinein. Um 11 Uhr soll ich wieder da sein, wenn ich die Marmorsäulen und die edle Innenausstattung aus venezianischen Crystal bewundern will.
Es steht in einem kleinen Park und ist umgeben von kleinen Pavillons und anderen historischen Gebäuden.
Auch die moderne Kunst gehört zum Park.
Da noch 40 Minuten Zeit sind, versuche ich zur berühmten Kathedrale zu kommen, die an den Petersdom erinnern soll. Nachdem man mir 3x immer wieder gesagt hat, nur noch 10 Minuten bis zum Ziel, kehre ich um. Wer weiß, wie lange ich noch zu laufen hätte. Kein Mensch spricht hier englisch und die Entfernungen auf den Stadtplänen kann man vergessen.
Es steht in einem kleinen Park und ist umgeben von kleinen Pavillons und anderen historischen Gebäuden.
Auch die moderne Kunst gehört zum Park.
Da noch 40 Minuten Zeit sind, versuche ich zur berühmten Kathedrale zu kommen, die an den Petersdom erinnern soll. Nachdem man mir 3x immer wieder gesagt hat, nur noch 10 Minuten bis zum Ziel, kehre ich um. Wer weiß, wie lange ich noch zu laufen hätte. Kein Mensch spricht hier englisch und die Entfernungen auf den Stadtplänen kann man vergessen.
5 Minuten nach 11 bin ich wieder am Theater.
Rein darf ich nicht. Um 12 erst wieder. Da an der Kasse ja niemand englisch spricht und auch keine Info in englisch angeschlagen ist, konnte ich ja nicht wissen, dass man nur rein darf, wenn man keine Minute später als zur vollen Stunde kommt. Dann wird einfach zugesperrt, basta. Es gibt auch kein Café, in das man sich zum Warten setzen könnte.
Nun bin ich erst recht sauer und verzichte. Noch länger warte ich nicht. Es gibt sonst noch genug zu sehen.
Die große Straße zum Theater ist eine Allee voller Mangobäume. Wenn nicht so viel Verkehr wäre, würde sie mir gut gefallen.
Die große Straße zum Theater ist eine Allee voller Mangobäume. Wenn nicht so viel Verkehr wäre, würde sie mir gut gefallen.
Spaziergänge in der Stadt bedeuten aber einmal wieder, dass man danach wieder besser husten kann.
Leute mit ganz viel Heimweh können bei C&A einkaufen. Ansonsten reihen sich Shops an Shops. Auf den Bürgersteigen versuchen die Menschen durch Schuhreparaturen, Verkauf von Uraltschuhen oder kleinen Mengen verschiedener Früchte etwas zu verdienen. Besser läuft das Geschäft bei den vielen Ständen, die Essbares anbieten. Sei es selbstgekochte Suppe oder in Fett Gebackenes. Dafür scheint immer Publikum da zu sein.
Leute mit ganz viel Heimweh können bei C&A einkaufen. Ansonsten reihen sich Shops an Shops. Auf den Bürgersteigen versuchen die Menschen durch Schuhreparaturen, Verkauf von Uraltschuhen oder kleinen Mengen verschiedener Früchte etwas zu verdienen. Besser läuft das Geschäft bei den vielen Ständen, die Essbares anbieten. Sei es selbstgekochte Suppe oder in Fett Gebackenes. Dafür scheint immer Publikum da zu sein.
Manchmal sitzt jemand am Straßenrand und entfernt mühselig die diversen äußeren Schichten der Paranuss. Das ist ein kräftezehrendes Unterfangen, Frauenarbeit...
Dann werden ein paar davon in ein Tütchen gepackt und zum Verkaufangeboten.
Auf beiden Seiten der Allee, aber auch in den Nebenstraßen tauchen immer wieder hübsche Häuser aus Beléms besseren Zeiten auf. Selten ist eines renoviert, manchmal steht nur noch eine Front, manchmal eine ganze zugenagelte Ruine.
In der Stadt sind sehr viele Soldaten und Polizisten unterwegs, dadurch fühle ich mich einigermaßen sicher. Trotzdem bin ich vorsichtig und bemühe mich, an meinen lauten Taschenalarm für den Notfall zu denken.
Einige Gebäude werden für staatliche Zwecke oder Museen genutzt und sind gut hergerichtet.
Das allerschönste Haus, das ich sah, war ein Palast, der Palacete Bolonha, der leider auch vor sich hin rottet.
Die schönen Gebäude in der Stadt stammen alle noch aus den guten Zeiten.
Ohne einen letzten Abstecher zum Hafen kann ich nicht zum Schiff gehen. Morgen um diese Zeit schippern wir schon auf dem Amazonas.
Nun mache ich eine kleine Pause bis nach dem Abendessen. Wenigstens ein Bier möchte ich nachher in den Docks trinken. Ich kann niemanden vom Schiff von der Idee begeistern. Ganz wenige sind schon losgezogen.
Das hält mich nicht davon ab. Schließlich sind es nur ein paar Meter und absolut sicher. Lediglich der Gang durch das abgesperrte Hafengelände nervt etwas.
Ohne einen letzten Abstecher zum Hafen kann ich nicht zum Schiff gehen. Morgen um diese Zeit schippern wir schon auf dem Amazonas.
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| die Geier erwarten mich schon |
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| das alltägliche Chaos |
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| das Essen steht schon auf dem Feuer |
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| die Laternen sind an-Zeit zum Gehen |
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| trotz allem-ein faszinierender Platz |
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| fantastischer Abschiedshimmel |
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| Putzstunde- morgen gibt`s wieder frischen FIsch |
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| unter den Augen von Jesus laufen die letzten Marktgeschäfte |
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| es kehrt langsam Ruhe ein |
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| schon wieder mal ein Regenguß |
Nun mache ich eine kleine Pause bis nach dem Abendessen. Wenigstens ein Bier möchte ich nachher in den Docks trinken. Ich kann niemanden vom Schiff von der Idee begeistern. Ganz wenige sind schon losgezogen.
Das hält mich nicht davon ab. Schließlich sind es nur ein paar Meter und absolut sicher. Lediglich der Gang durch das abgesperrte Hafengelände nervt etwas.
Die Akustik in den Hallen finde ich nicht so gut. Es dröhnt ziemlich und die Musik, die in den einzelnen Abschnitten teils live gespielt wird, vermischt sich in meinen Ohren.
Das Bier hat aber trotzdem geschmeckt.
Dank Wifi beim Hafen habe ich schon früh am Morgen erfahren, dass Rita in São Paulo festsitzt und mit mindestens 12 Stunden Verspätung hofft, um Mitternacht hier zu sein.Das kann ja noch spannend werden.
Das Bier hat aber trotzdem geschmeckt.
Dank Wifi beim Hafen habe ich schon früh am Morgen erfahren, dass Rita in São Paulo festsitzt und mit mindestens 12 Stunden Verspätung hofft, um Mitternacht hier zu sein.Das kann ja noch spannend werden.














































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