25.12.2017
Entlang der Küste von Venezuela bläst ein heftiger Wind aus dem Orinokogebiet, und entsprechend schaukelnd kommen wir voran. Eine leichte Übelkeit begleitet mich durch den ganzen Tag. Vielleicht bin ich doch eher für Land- und Flussreisen gebaut.
Am schönsten ist es heute auf meinem Bett in der Kabine, im äußersten Augenwinkel das Meer und die Sonne oder die Regenwolken im Blick. Richtig Rausschauen ist bei dem Auf und Ab der Wellen auch keine gute Idee.
Der Versuch, im oberen Schiffsbereich nahe der Weinstube ins Internet zu kommen geht schief, nichts klappt. Vielleicht sollte ich liebr leen, wie die Leute neben mir.
Aber beim Anblick der Füße der bneben mir sitzenden „Dame“ ergreife ich schnell die Flucht. Nachdem sich ihr Gatte stundenlang über den Spielkarten übelst ausgehustet hat, legt sie ihre nackten Füße mit unappetitlichen Nägeln, die keine Schere zu kennen scheinen, auf die gemütliche Lederbank.
Aber beim Anblick der Füße der bneben mir sitzenden „Dame“ ergreife ich schnell die Flucht. Nachdem sich ihr Gatte stundenlang über den Spielkarten übelst ausgehustet hat, legt sie ihre nackten Füße mit unappetitlichen Nägeln, die keine Schere zu kennen scheinen, auf die gemütliche Lederbank.
Ermattet schläft sie bald nach dem Lesen der aufregenden Geschichten in ihren „Grünen Blatt“ ein. Ihr mit Goldschmuck verzierter Arm sorgt dafür, dass das Blatt nicht runterfällt.
Der Mann verstummt, sein Kopf fällt nach vorne. Er schläft zumindest leise und ohne mir seine nackten Füße zu zeigen.
Im Flur torkelt sogar der Tannenbaum bedrohlich, da lege ich mich doch lieber schnell wieder hin..
Im Flur torkelt sogar der Tannenbaum bedrohlich, da lege ich mich doch lieber schnell wieder hin..
Zum späten Frühstück wage ich mich doch wieder nach draußen. Die See beruhigt sich immer nur phasenweise.
Da beim Essen draußen schon wieder nackte Füße auf Stühlen -ohne etwas unterzulegen- am Esstisch präsentiert werden -während andere noch essen-, ziehe ich mich wieder zurück und denke darüber nach, wo ich gelandet bin.
Auf die Einladung zum Kollegentreff verzichte ich heute ebenfalls, da der eine mir bereits vom ersten Treffen bekannte Kollege von der Sorte Stockfisch ist, der sich im Gespräch nur über seine Russischkenntnisse definiert, bestimmt wieder hingeht. Und der Kollege von Bord hat sich bei mir derartig disqualifiziert, dass ich nicht bereit bin, mir von ihm einen Kaffee spendieren zu lassen, um mit ihm noch einmal am Tisch zu sitzen.
Um 17.00 höre ich mir einen Vortrag an, kann mich aber nicht ganz so gut konzentrieren, da ich schon wieder nackte Füße sehe. Ich glaube, ich habe eine Allergie entwickelt. Neben mir legt ein Paar ungeniert seine 4 Füße in einen Sessel in der Lounge. Da diese Sessel mit Stoff bespannt sind, könnte man den Fußpilz oder Sonstiges nicht einmal durch feuchtes Wischen verscheuchen. Ganz gemütlich liegen die 4 mal auf den Lehnen, mal wird die Sitzfläche abgeschabt. Davon habe ich leider kein Foto.
Aber nach der Veranstaltung bin ich so geladen, dass ich schon wieder bei Plantours aufkreuze und gleich an den Kreuzfahrtdirektor nebenan verwiesen werde. Wir haben ein nettes Gespräch, und ich frage ihn, ob ich hier nicht besser mit einem Tuch über dem Arm herumlaufen sollte, das ich mir überall da, wo ich mich hinsetze, vorsichtshalber ausbreite, um mich zu schützen. Der arme Kerl kann ja nichts für das Benehmen der Gäste, aber gleich morgen will er bei seinen Durchsagen dazu Stellung nehmen. Das geschieht natürlich nicht, jedenfalls habe ich diesbezüglich nichts gehört. Aber beim nächsten Passagierwechsel findet sich ein kurzer Satz zu dem Thema auf dem Tagesprogramm. Immerhin. Ob es aber etwas nützt, das ist eine ganz andere Frage.
Der Kreuzfahrtdirektor kennt mich schon. Vor ein paar Tagen hatte ich nach einem Ausflug direkt am Eingang bei einem herumstehenden Herrn von der Besatzung moniert, dass die Handdesinfektionssprüher immer hinter der Tür versteckt stehen. Die Leute husten hier an Bord wie auf einer Station für Lungenkranke und desinfizieren sich aber reihenweise die Hände nicht.
Besagter Herr reagierte begeistert und sagte: Sie haben von mir ab sofort die Genehmigung, das Gerät überall dort hin zu stellen, wo Sie es für richtig halten!
Ich habe nur in mich hinein gekichert. Dass diese Worte vom Kreuzfahrtdirektor stammten, war mir nicht bewusst. Ich hatte mich bislang nicht darum gekümmert, wer hier was ist.
Nun weiß ich es. Aber weiter bringt mich das auch nicht.
Das Schriftbild habe ich wechseln müssen. Die Blogbearbeitung nimmt gerade eine Auszeit und serviert mir ständig eine kaum lesbare Kleinschrift, egal wie ich es ändere. Nun eben mal in groß. Und gut lesen kann man das ja auch.
Nun weiß ich es. Aber weiter bringt mich das auch nicht.
Das Schriftbild habe ich wechseln müssen. Die Blogbearbeitung nimmt gerade eine Auszeit und serviert mir ständig eine kaum lesbare Kleinschrift, egal wie ich es ändere. Nun eben mal in groß. Und gut lesen kann man das ja auch.



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