Eigentlich sollten wir laut Programm heute in Santana auf Reede liegen und uns dort umsehen können. Wir befinden uns schon im Amazonasdelta. Alleine an der Farbe des Wassers kann man das erkennen.
Auf dem obigen Foto sieht es so aus, als würden schon 2 verschiedene Wasser aufeinander treffen, ohne sich rasch zu mischen. Im Laufe der Fahrt wird dieses Phänomen noch öfters auftauchen.
Warum wir nun aber in der Walachei zwischen Santana und Macapá auf Reede liegen, das kann nur der spitze Bleistift von Plantours erklären. Vielleicht ist war auch so vorgesehen. Allerdings müßte man sich nun ein Taxi nehmen nach Santana, das eine Art Vorort von Macapá ist. Das ist eine ziemliche Strecke zu fahren, und die Leute, die es gemacht haben, waren nicht überwältigt von ihrem Ausflug. Samstag nachmittag ist eh fast alles geschlossen.
Draußen brennt die Sonne vom Himmel, und es ist wieder sehr schwül. Alleine beim Warten im Tenderboot wird man fast gebraten.
Die Kinder machen es sich im und über dem Wasser gemütlich, während die Eltern am Strand bei Musik ihr Picknick genießen.
Es ist brütend heiß. Die ersten haben schon kehrt gemacht. Allzuviel soll es nicht zu sehen geben. Davon mache ich mir doch lieber selber ein Bild.
Ein kurzer Weg zwischen Bäumen, an der Wasserseite entlang bietet mehr Müll als Ausblick. Ein ausgedientes Boot darf seinen Lebensabend an Land verbringen. Immerhin ist es ein nettes Fotoobjekt, das kaum einer ausgelassen hat.
Rechts die verschlossene Kirche und die Schule.
Dann führt ein Weg an der Strandpromenade entlang. Auch hier fast alles geschlossen. Heute ist Samstag. Am Ende des Weges ist ein ganz nettes Lokal am Fluss, wo man mit Dollar bezahlen kann, dabei verdoppelt er sich natürlich.Hinter dem Haus bekommt man zumindest einen kleinen Eindruck über das Leben am Fluss.
Noch trocknet die Wäsche auf der Leine.
Man plaudert entspannt auf dem Steg , oder setzt sich selbst gleich bis zum Hals ins Wasser. Die Wäsche ist jetzt schließlich schon abgehängt.
Boote kommen, Boote entfernen sich leise knatternd wieder.
Ist der Parkplatz erst einmal erreicht, kann man sich in sein Haus zurückziehen.
Wir treten den Heimweg an. Es wird immer voller im Lokal. Entweder ist heute ein besonderer Samstag kurz vor Jahresende, oder ein Feiertag. Der ganze Ort scheint sich hier zum Essen zu versammeln.
Ein Mann wäscht Zuckerrohrstangen im Fluss. Danach werden sie geschält und zu Saft gepresst. Der Herr auf dem Foto guckt zwar etwas ernst, hat sich aber extra für mich und ganz freiwillig in Pose gestellt, nachdem ich seine Arbeit interessiert gelobt habe.
Ein paar Kinder amüsieren sich im braunen Fluß. Junge Mädchen treffen sich zum Fotoshooting.
Die Promenade ist lang, bei der Hitze ist natürlich kaum ein Einheimischer zu Fuß unterwegs. Uns Touris bleibt ja nichts anderes übrig.
An die Farbe Braun werde ich mich für die nächsten Wochen gewöhnen müssen, auch an die schwimmenden grünen Inseln.
Der Landungssteg für die Tenderboote ist in Sicht! Dann ist der Rest auch noch zu schaffen.
Ich darf gar nicht erst anfangen zu jammern, denn klimatisch wird es genauso weitergehen. Und ich habe es mir selber ausgesucht.
Die Motoren werden angeworfen. Ist das unten nicht ein wunderschöner blauer Himmel?
Das Ablegen dauert noch ein bisschen. Aus für uns unerklärlichen Gründen läßt sich immer einmal wieder die Ankerkette nicht hochziehen. Es wird gerödelt und gerödelt, hin- und hergekurbelt, hier z.B. mit Wasser gespült. Irgendwann klappt es dann doch. Das kann aber dauern...
Dem Abendhimmel zuzuschauen ist fast täglich ein Highlight. Leider muss man sich ganz oft entscheiden. Gehe ich zum Lektorenvortrag oder genieße ich das wunderbare Licht? Die Vorträge finden ja nicht im Freien statt.
Auf der Karte kann man deutlich erkennen, dass wir uns bereits im riesigen Amazonasdelta befinden. Morgen werden wir in Afuá sein und dann durch die Breveskanäle fahren, dabei passieren wir auch die Stadt Breves, auf dem Weg nach Belém.




























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