Freitag, 29. Dezember 2017

Äquatortaufe und Weißwurst

29.12.


Heute ist Seetag. Damit der Tag nicht langweilig wird, gibt es Spanferkel, Weißwürste, Kraut und Brezeln. Und natürlich Freibier!
Bei der Gelegenheit wird die Äquatortaufe zelebriert, und für viele Leute ist es auch beim 10. Mal sehr lustig, vor allem wenn man dann noch in einer Polonaise herumhüpfen darf.



Erschöpft legen sich manche danach zum Grillen abseits in die Mittagssonne. Ich hoffe, sie haben eine Lotion mit Lichtschutzfaktor 500+ aufgetragen.


Beim Essen fällt mir gerade wieder die Kleiderordnung und die Präsentation des eigenen Körper ein. Um das leckere Sauerkraut zu bewältigen, gibt es einige wenige Herren, die lieber ihr Hemd ausziehen, statt es zu bekleckern. Fällt ja nicht auf, mitten auf dem Deck zwischen all den wohl fröstelnden Leuten an den Tischen mit Oberbekleidung. Ich glaube, dass einige meinen, sie seien auf einem Campingurlaub. Anders kann ich es mir nicht erklären, dass nackte Füße als Dekorationsobjekt dienen und einige Spezialisten in knappster Bekleidung sogar im Palmgarten zum Essen erscheinen. Die Besatzung hat nichts dagegen. Sie verweist bei Beschwerden (in einem Fall vielfache Beschwerden!) durch andere Gäste nur auf den Zettel an der Tür mit dem Hinweis, dass dort ja geschrieben stehe, man möge doch bitte in passender Kleidung zum Essen erscheinen. Und das reicht hier offenbar völlig.
Es sind zum Glück nur sehr wenige Leute, um die es sich handelt. Merkwürdigerweise habe ich das auf anderen Schiffen so noch nicht erlebt. Meine Lieblinge habe ich abgelichtet. Die Füße sind ja bereits bekannt.




Zur Abwechslung könnte ich ja mal einen Gang durch die Bordboutique machen, denke ich mir... Normalerweise haben die immer ganz nette Sachen.
Aber ich stehe wieder einmal vor verschlossenen Türen. Hatte ich das doch glatt vergessen! Die Verkäuferin sehe ich oft an der Rezeption, dafür ist sie sicher eingeteilt worden. keine Zeit also für den Shop, beim besten Willen nicht. Sie kann sich ja nicht zweiteilen. Ein einziges Mal kam ich vorbei, als geöffnet war. Da brauchte ich eine Sonnenbrille. Lustlos wies sie auf einen Ständer mit Sonnenbrillen. Ich hatte das Gefühl, ziemlich zu stören und bin auch rasch wieder gegangen. Am nächsten Tag habe ich durch die Schaufenster noch viel mehr Sonnenbrillen entdeckt. Die hatte sie mir gar nicht gezeigt. Nicht nur ich hatte den Eindruck, dass aus für uns unerklärlichen Gründen fast immer geschlossen war und der Laden offenbar nur zum Staubwischen geöffnet wird. An den seltenen Öffnungszeiten, die nur zwischen 21 und 22.30 liegen, ist gelegentlich auch etwas anderes auf dem Schiff los.








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anders, aber auch nicht schlecht

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