8.12.17
Der Infekt bessert sich, und ich mache mich noch einmal auf, um in die Kathedrale zu kommen. Vor 15 Uhr will ich gar nicht am Schiff sein.
Unterwegs entdecke ich die zweite alte Apotheke, die mir viel besser gefällt, als die von neulich.
Tolle Inhalationsgeräte gab es auch schon früher.
Und davor ist auch ständig was los.
Die einen versuchen, im staatlichen Laden fündig zu werden,
die anderen ruhen sich von der Arbeit aus.
Ich habe Glück. Die Türen der Kathedrale stehen weit offen.
Auf dem großen Platz gibt es mehrere Lokale. Hier tummeln sich allerdings nur Touristen.
Diese Damen warten darauf, dass man sich mit ihnen fotografieren lassen möchte.
Zum Schluss will ich im Hotel Sevilla meine restlichen Internetminuten aufbrauchen.
In der Gegend parken unheimlich viele Strassenkreuzer.
Kurz danach spielt mir Hans guck in die Luft einen Streich. Die beiden Fotos sind die letzten davor.
Ich übersehe ein hohe Bordsteinkante, und schon liege ich auf der Straße. Meinen rechten Knöchel hat es langsam und ausgiebig nach außen verdreht, und es dauert nicht lange, bis er dick ist.
Zu Hause hätte ich für so einen Fall eine Schiene. Vielleicht sollte ich lieber auf Reisen 2 Knöchelschienen mitnehmen, statt eine Schnorchelausrüsrung.
Ich humpele ins Sevilla und trinke eine kubanische Cola, mühe mich ergebnislos mit dem Internet ab und fahre mit einem Fahrradtaxi in die Wohnung.
Der Fahrer ist der einzige freche Kerl, dem ich in Kuba begegnet bin. Er kannte die Adresse nicht und wollte für seine etwas längere Fahrerei den dreifachen Preis.
Der Fahrer ist der einzige freche Kerl, dem ich in Kuba begegnet bin. Er kannte die Adresse nicht und wollte für seine etwas längere Fahrerei den dreifachen Preis.
Außerdem hat er auch die Passanten auf dem Weg frech angemacht.
Von Rosemarys und ihrem Vater werde ich herzlich verabschiedet. Sie kommt noch mit mir in der Taxe bis zum Hafen.
Dann beginnt die große Humpelei bis auf das Schiff. Hilfe bietet keiner an. Da meine Kabine noch nicht fertig ist, hänge ich bei der Rezeption rum, und 20 Minuten lang passiert nichts. Auch der Doktor erscheint nicht, obwohl er angeblich auf Abruf bereit ist und gerufen werden sollte.
Das fängt heiter an.
Mehrfaches Nachhaken führt dann doch weiter. In dieser Situationen wünsche ich mir immer ein kleines bisschen von Christiane zu lernen. Sie hätte hier garantiert keine 40 Minuten herumgesessen.
Die Kabine ist wohl mittlerweile fertig gemacht worden. Ein Mann aus der Medizinabteilung erscheint und nimmt mich mit ins Hospital.
Der wortkarge ukrainische Arztassistent (so hat er sich selbst auf Nachfrage hin bezeichnet), wickelt meinen Knöchel stramm und meint, dass das sowieso besser sei als Schiene und gebrochen wäre eh nichts. Röntgengerät ist an Bord keines. Das braucht man aber auch nicht, wenn man einen Arztassistenten mit Röntgenblick hat.
Ich soll auch gleich eine Ibuprofen- Spritze bekommen. Abgelehnt. Na dann empfiehlt er mir eine Tramalspritze. Ich bin doch nicht von Sinnen!
Er weiß absolut nichts von mir und will mir Spritzen geben. Nicht nur Röntgenblick, auch Größenwahn.
Mit Paracetamol und Metamizol in Tablettenform humpele ich in meine Kabine, versehen mit einem Stock!
Na ja, Rentner unterwegs.
Ich traue mich vor dem Abendessen noch einmal vor das Hafengebäude und quäle mich mit Stock und zusammengebissen Zähnen zu Hotel Santander, in dem das Internet einigermaßen läuft. Ein paar Minuten gibt die Karte noch her.
Ich bin mir nicht so sicher, ob ich den Weg bis zum hierher morgen früh hinkriege. Das Schiff wird erst mittags den Hafen verlassen.
Noch geht es, ich brauche allerdings sehr lange für den kurzen Weg.
Leider bringt der Kellner eine Limoplörre, obwohl ich einen leckeren alkoholfreien Drink bestellt hatte. Aber hier arbeiten offenbar nur Faule, die den Doofen die Aufträge weitergeben. Und die denken so lange vor dem laufenden Fernseher über die Fußballer nach, dass sie dann vergessen haben, was sie selbst empfohlen haben, vor allem, wenn sie sich dann auch noch 10 Schritte in Richtung Küche bewegen müssen.
Aber eigentlich ist mir heute alles völlig egal.
Aber eigentlich ist mir heute alles völlig egal.
Ein paar CUC habe ich noch und brauche eine Zigarrenbox. Die Lady will 5 für eine! Für das Geld gab es vorgestern 6!
Sie tut erstaunt. Ich zahle 3, weil ich sie unbedingt haben will und nicht noch weiter laufe.
Havanna ist eine tolle Stadt !























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